Blog Eintrag

Geschrieben am 17.12.2009, von Simon Huber
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Der deutsche Modeschöpfer Karl Lagerfeld sagte einst: „Trends halten nicht länger als sechs Monate“. Gilt das auch für's Web? Die Bedürfnisse verändern sich, neue Technologien erscheinen, alte Trends verblassen, während neue Trends aufkommen. Das Aufkommen von Trends kann, wie ich später noch erläutern werde, besonders im Web enorm schnell gehen. Webtrends können aber anstatt in tausendseitigen Romanen auch mal ganz innovativ dargestellt werden.

iA steht für „Information Architects“ und bezeichnet eine Zürcher IT-Firma mit zweitem Firmasitz in Tokyo. Dieses Jahr publizierte iA bereits die vierte Version der "Web Trend Map". Auf der Karte werden die massgebenden Elemente der momentanen Internetlandschaft - in Form des U-Bahn-Systems von Tokyo - aufgezeigt.

Zwar liess mich die Postergrösse der Karte vorerst im Zweifel, ob ich mich darin wirklich zurechtfinden würde, oder ob ich mich mit der ungeheuren Komplexität des Internets zufrieden geben müsste. Auf den zweiten Blick sah ich aber auch viele bekannte Namen und fand die Darstellung nach kurzer Begutachtung sehr gelungen. Trends werden unter anderem durch Technologien, das Echo der Medien, oder auch Internetsucheanbieter beeinflusst. Nicht zufällig zieren deshalb auf der Grafik wichtige Personen aus diversen Bereichen das Zentrum des Geschehens: Apple-Gründer Steve Jobs, Microsoft-Gründer Bill Gates, Medienunternehmer Rupert Murdoch, Google-Chef Eric Schmidt, der amtierende Bürgermeister von New York, Michael Bloomberg und „last but not least“ der US-Präsident Barak Obama. Die eigentlichen Trends sind in die Bahnlinien aufgeteilt und zeigen somit Zusammenhänge, Parallelen und Kreuzungen. Ein Blick auf die kostenlos verfügbare PNG-Version der Karte lohnt sich also auf jeden Fall und ist hier zu finden.

Was ist also mein Fazit? Vielleicht müssen wir etwas zurück schauen, um gewisse Trends zu erkennen. In den letzten Jahren war das Aufkommen der Sozialen Netzwerke wie MySpace, Facebook oder Twitter sehr massgebend. Daneben entwickelten sich gigantische Informationsquellen wie Wikipedia oder Google, die uns ermöglichen schnell zu Informationen zu kommen.  Das Wissen wird allen zugänglich gemacht. Wikipedias Erfinder Jimmy Wales beschreibt es wie folgt: „Stellen Sie sich eine Welt vor, in der jeder Mensch freien Zugang zum gesamten Wissen der Menscheit hat. Das ist unser Ziel.“

Die Verlagerung jeglicher Tätigkeiten ins Web wird bestimmt noch zusätzlich verstärkt. Soziale Vernetzung wird ein wichtiges Stichwort bleiben. Immer wichtiger wird auch der Zeitfaktor werden. Deshalb ist die Philosophie des Web 3.0, dem Benutzer noch schneller und genauer diese Informationen zu beschaffen, welche er sucht. Paradebeispiel Facebook zeigt jedoch, dass nicht nur  bestehende Riesen das Web bestimmen, sondern ebenso innerhalb von kürzester Zeit ein Gigant entstehen kann. Wir dürfen uns also auch für’s Jahr 2010 noch auf einige Überraschungen gefasst machen.


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