Benutzer zentriertes Design
User Centered Design hat zum Ziel, ein System zu entwickeln, welches dem Benutzer den grössten Nutzen bietet und dabei über eine gute Usabiltiy verfügt. Somit steht nicht die Technik im Mittelpunkt sondern, es wird vom User Interface aus entwickelt. User Centered Design hat verschieden Grundsätze wie Usabiltiy, Interface Design, Stakehoders und Multidisziplinarität, die es ermöglicht den Benutzer ins Zentrum der Entwicklung zu stellen.
Analyse von Requirements
Für die Analyse werden verschiedene Methoden angewendet. Nicht jedes Projekt benötigt die gleichen Methoden, die Methoden sind immer projektspezifisch und müssen sorgfältig ausgewählt werden. Die Methode Contextual Inquiry (Beyer und Holtzblatt, 1998) ist ein „Beobachtungsinterview“ und teilt sich in die zwei Bereiche Interview und Beobachtung. Beim Beobachten können die Informationen aus dem Interview validiert werden, oder es lassen sich sogar Abweichungen feststellen. Vielmals werden auch Informationen bei einem Interview unwissend verschwiegen oder vergessen.
Bei der Methode Beobachtung werden die Benutzer beobachtet, wie sie Ihre Arbeiten und Tätigkeiten erledigen, dabei wird nicht mit dem Benutzer interagiert.
Durch Interviews können Fragen gestellt werden, welche helfen, die Requirements besser zu verstehen. Es gibt verschiedene Arten von Interviews, vom offenen über ein halbstrukturiertes bis zum geschlossenen Interview.
Es können noch weitere Methoden zur Analyse angewendet werden, wie Befragung, Card Sorting, Tagebuch-Methode, Rollenspiele oder Focus Groups.
Modellierung der Requirements
Nach der Analyse der Requirements müssen die erhaltenen Informationen zusammengeführt und strukturiert werden. Das Ziel ist es, die Benutzer, deren Aufgaben, das System und das Umfeld zu modellieren.
Für die Modellierung der Benutzer werden die Methoden User Profile, User Roles oder Personas verwendet. Welche Methode eingesetzt wird oder ob mehrere Konzepte angewendet werden, hängt von der Situation des Projektes ab. Das Flow Model wird verwendet um zu zeigen, wie die verschiedenen Benutzer miteinander interagieren.
Bei den Aufgaben werden Szenarios modelliert die eine textuelle Beschreibung des Ablaufs eines Benutzers beschreiben. Weit verbreitet sind auch die Use Cases, welche vor allem bei Projektleitern und Entwicklern gut akzeptiert sind. Auch hier gibt es viele weitere Methoden um die Aufgaben zu beschreiben wie: ein Essential Use Case, ein Sequence Model, ein Diagramm oder ein Task Organization Model. Auch hier können auf das Projekt bezogen mehrere Methoden angewendet werden.
Das Umfeld kann auch mit dem Szenario beschrieben werden. Hier ist es aber sicher sinnvoll, von den Arbeitsplätzen Bilder zu machen, oder diese zu skizzieren um bei der weiteren Entwicklung auch eine visuelle Unterstützung zu geben. Ein Cultural Model (Beyer und Hotzblatt) kann zudem Aspekte von Erwartungen, Wünschen und ungeschriebene „Gesetze“ aufzeigen.
Entwurf und Prototyping
Durch das Prototyping werden abstrakte Requirements greifbar gemacht und es entsteht eine gemeinsame Sprache zwischen Benutzer und Projektmitarbeiter. Der Protoyp kann mit einer einfachen GUI Skizze gemacht werden oder es entsteht ein interaktiver Prototyp. Auch hier ist es wieder projektspezifisch, welche Art von Prototyp realisiert wird.
Verifikation
Die erarbeiteten Modelle und Prototypen sollten mit Benutzern oder benutzernahen Personen validiert werden. Daher ist es sehr wichtig, dass Modelle nicht mit speziellen grafischen Notationen wie UML erstellt werden, sondern eine für Benutzer einfach verständliche Form verwendet wird. Für die Validierung von abstrakten Requirements wird ein Prototyp verwendet.
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